10
Sep
2019
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Irland Fotografie Stefan Mayr

Connemara – Irlands wilder Westen

Ein Gebiet der Kontraste – dramatische Steilküsten, einsame Berge, ein sich immer wieder wandelndes Meer in jeden Farben, grünes Land und glitzernde Seen – das ist Connemara, der wilde Westen Irlands. Gleichzeitig unbezähmbar und stürmisch wie auch friedlich und still.

Steil und gewaltig erheben sich die schroffen Felsen und beeindruckenden Steilküsten im Westen Irlands. Geformt und geprägt durch die unzähmbaren Fluten und rauen Winde des Atlantiks. Ebenso typisch für das Land sind aber auch seine sanften Hügel, malerischen Buchten und zauberhaften Ortschaften. Diese Gegensätze, die doch keine sind, reist man über die grüne Insel, machen den charakteristischen Reiz Irlands aus.

Good Morning Ierland

Der stete Wechsel der Gezeiten, des Lichts und der Stimmungen am Ozean beeinflusst auch das Leben der Menschen. In der Abgeschiedenheit am Rande des Atlantiks haben sie bis heute uralte Traditionen und die irische Sprache bewahrt. Eine Reise auf dem Wild Atlantic Way ist daher immer auch eine Begegnung mit der Vergangenheit.

Ein besonderes Kleinod des Westens ist hier zweifellos die Connemara, weit über den Nationalpark hinaus und allem, was Irland ausmacht.

Willy Leahy - Fotoreise und Reportage Connemara / Irland von Stefan Mayr

Reportage – Willy Leahy (Irland auf dem Pferd)

Und wie das Land, so auch die Leute möchte man beinahe sagen, verbringt man erst einmal einige Tage in diesem wundervollen Land und seinen Pubs.

Schon letztes Jahr begleitete ich zusammen mit einigen Freunden eine Woche lang einen Reiter-Trail durch diese außergewöhnliche Landschaft und begegnete einem nicht minder außergewöhnlichen Mann: Willie Leahy, ein irischer Pferdeflüsterer der die Gegend und Pferde da besser kennt als seine verbeulte Westentasche. (Zur Reportage)

Willy führt schon über viele viele Jahre Pferdetrails über die Hügel und einsamen Strände Connemara(s). Mit seinen über 80 Jahren ist der Weg auf das Pferd nicht immer einfach, die Grazie und Sicherheit auf dessen Rücken dann aber ein wahres Erlebnis, das einen staunen und etwas demütig werden läßt. Das ist Hingabe und Liebe, anders kann man es nicht beschreiben. Sein Leben, dass er den Pferden gewidmet hat, wurde mir mit jeder Bewegung von Reiter und Tier bewusst, die vor meinen eigenen Augen und meiner Kamera, zu einer Einheit mit dem Land wurden.

Willy Leahy - Reportage Stefan Mayr

Fotoreise Connemara – Irland

Und nun war ich wieder da, mit einer waghalsigen Truppe unerschrockener Fotografen und Pferdejäger. Na gut, so dramatisch war es natürlich längst nicht. Gleichwohl bin ich sehr glücklich, dass einige fotobegeisterte Mitreisende sich mir, meinen sparsamen Navigationsküsten, meiner Begeisterung für das Land und meiner Fotografie, bei dieser Explorer-Tour der Fotoschule anvertraut haben. Und was soll ich sagen, wir hatten ein verdammtes Glück. Wunderschöne Sonnenaufgänge, immer wieder Regen und Licht im Wechsel, einsame Küsten und einige fliehende Pferde. Was die Pferde betrifft, fand es Willy (Der Pferdeflüsterer, den ich wieder getroffen hatte) sicher weniger amüsant. Aber wann jagt man schon mal eine Herde von 5 Pferden durch die irische Landschaft, über Straßen und Hügel? Und letztendlich ging alles gut aus und keiner kam zu Schaden.

Fotografisch war es dann auch noch viele weitere Male einfach umwerfend schön und sehenswert. Sicher ist es bei so viel Schönheit nicht immer einfach seinen Fokus und die eigenen Motive zu finden, aber dies gelang allen Beteiligten und mir immer wieder sehr gut. Es war eine wirklich feine Gruppe lieber Menschen und ich bin einfach dankbar ihr Guide und Fotopartner für eine Woche und sicher darüber hinaus gewesen zu sein.

Irland Fotografie Stefan Mayr

Fotoreise und Reportage Connemara / Irland von Stefan Mayr

Good Night Ierland

Connemara Stefan Mayr

Manchmal werde ich gefragt, wie sich Irland für mich im Vergleich zu Schottland zeigt. So ähnlich die Länder gelegentlich sind, so wenig kann und möchte ich sie vergleichen. Schottland ist mein melancholischer Rückzugsort, fotografisch so etwas wie eine Heimat. Irland ist fröhlicher, aber jedes zu seiner Zeit und Beides immer wieder gerne:-)

Euer Stefan